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Dermatas Tor

Dermatas Tor: das Tor, das nicht viel kostete

An der Küstenfront der Festung, zwischen St. Andreas und Sabbionara Bastions, befindet sich das Tor, das zur sandigen Bucht von Dermatas führt. Es wurde nach den zahlreichen nahe gelegenen Lederwerkstätten („Leder“ auf Griechisch: Δέρμα), wird aber auch Giudecca oder Judaica oder Evraiki (d.h. jüdisch) genannt, da sich das jüdische Viertel im nordwestlichen Teil des befestigten Bereichs in der Nähe befand. Das Dermatas Tor wurde zwischen 1590 und 1595 erbaut und war recht günstig: nur 100 Zecchini (goldene venezianische Währung), denn die Venezianer verwendeten Steine, die aus abgerissenen Häusern stammten, und beschäftigten Aggarikous, d. h. Bauern, die Zwangsarbeit leisteten. Trotz seines geringen Budgets war Dermatas Tor eine aufwendige Konstruktion. Der Türrahmen des Eingangs vom Meer aus war einfach, aber die Fassade zum Inneren der Stadt hatte monumentale Merkmale. Sein hoher, bogenförmiger zentraler Türrahmen wurde von einem Giebel gekrönt, in dessen Mitte sich eine geprägte Gedenktafel mit dem geflügelten Löwen von St. Mark befand. Die architektonische Komposition erinnerte an das imposante Tor von Jesus. Das Dermatas Tor unterschied sich hinsichtlich des Designs von den anderen Küstentoren. Es bestand aus drei getrennten Abschnitten: dem zentralen Gewölbe und zwei angrenzenden rechteckigen Räumen. Letztere kommunizierte nicht mit der Stadt, sondern nur mit dem zentralen Durchgang durch zwei große bogenförmige Öffnungen. Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges veränderten die gesamte Stadt und das beeinflusste das Dermatas Tor. Die monumentale Fassade sowie der gesamte südliche Teil wurden abgerissen. Die Skordylon Straße ersetzte das Tor. Der verbleibende Teil des Tors wurde bis zum Meer verlängert und diente zur Auffüllung der Arbeiten während der Verbreiterung der Küstenstraße.

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