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AGIOS GEORGIOS TOR

St. Georgstor: das Tor mit den drei Namen

Der Schöpfer des St. Georgstor ist Julio Savorgnano, der geniale Militäringenieur und Architekt, der den Bau der neuen Verteidigungsmauern von Khándax (Candia) beauftragte. Dieses eindrucksvolle Tor wurde zwischen 1562 und 1566 an der Nordflanke (Fianco) der Vitturi-Bastion erbaut, wie aus der beidseitig eingravierten Chronologie von 1565 hervorgeht. Der Eingang zur Stadt war besonders aufwendig, mit Ionensäulen rechts und links von der Öffnung. Über dem Tor, zwischen zwei Gedenktafeln mit dem Löwen von Venedig, wurde eine runde Platte aus Marmor, die die Ikone des Heiligen Georg darstellt, eingebettet, um uns daran zu erinnern, dass das Tor dem Militärheiligen geweiht ist. Das St. Georgstor war das dritte und letzte, das auf der östlichen Seite der Festung errichtet wurde und zu denjenigen Tore gehörte, die als „Urbane Tore“ bekannt sind. Es war ein Ausgangspunkt für die östlichen Vororte und die Landschaft. Es war auch das Gebiet, woraus landwirtschaftliche Erzeugnisse, Nahrungsmittel und im Allgemeinen alles, was auf dem Seeweg in Khándax (Candia) nicht ankommen konnte, in die Stadt gelangten. Im Laufe der Zeit erlebte St. Georgstor viele Kämpfe, die jedoch mit einem bestimmten Zusammenhang verbunden sind. Durch dieses Tor versuchten im Juni 1669 die französischen Verbündeten der belagerten Venezianer, angeführt vom Herzog von Beaufort, mit tragischen Ergebnissen zu fliehen. Es bezog sich auch auf die soziale Geschichte der Stadt, wie ihre beiden anderen Namen zeigen. Es wird das Tor von Maroulas und das Tor von Lazaretto genannt, weil es als Tor zum Vorort von Maroulas und zum Lazaretto (Krankenhaus für ansteckende Krankheiten, nämlich Lepra) diente. Das Tor war auch ein Treffpunkt für die unglückseligen Patienten, die sich versammelten, um Geld zu betteln. Das Schicksal der imposanten Renaissance-Fassade des St. Georgstors war ebenfalls düster. Es wurde 1917 abgerissen, um der Dimokratias Straße den Weg zu ebnen. Nur ein kleiner Teil der gewölbten Galerie ist erhalten geblieben und die bogenförmige Außentür führte zum Graben. Sein seitlicher Außenbereich ist mit dem Haniali-Brunnen geschmückt, der aus dem Jahr 1709 stammt und nach einem Haus des von der Türkei besetzten Heraklion benannt wurde.

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